27Juli2015

Unfall auf dem Weg zur Sportveranstaltung

Der BGH hat am 23.07.2015 (AZ: III ZR 346/14) nun entschieden, dass für Eltern und weitere Familienangehörige kein Anspruch auf Schadensersatz gegenüber dem Sportverein besteht, wenn diese die Kinder zu Sport-Turnieren fahren.

Der BGH hat in dieser grundlegenden Entscheidung den Fahrdienst von Eltern und anderen Familienangehörigen als reine Gefälligkeit gewertet, weshalb keine rechtlichen Ansprüche gegen den Sportverein bestehen. Insofern wiesen die Richter die Klage einer Frau ab, die ihre Enkelin zu einem Fußball-Hallen-Turnier bringen wollte und dabei einen Autounfall hatte. Sie wollte vom Verein Schadensersatz und Schmerzensgeld erstreiten.

Der BGH hat weiter aufgeführt, dass sich eine derartige Gefälligkeit im außerrechtlichen Bereich abspiele. Auch wenn der Transport nicht nur im familiären Interesse erfolge, sondern auch im Interesse des Sportvereins würde dies nichts an der Beurteilung ändern.